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Mallorca: zwischen Ferien und Training

Die diesjährige Reise im April war für uns weniger eine spontane Entscheidung als vielmehr ein Zeitfenster, das sich ergeben hat.

 

2026 ist insgesamt anders strukturiert als die Jahre zuvor. Mein neuer Job bringt gewisse Präsenztage und fixe Reportings mit sich, um die ich herum planen muss. Gleichzeitig richtet sich Mike mit seiner Selbständigkeit bei Atramentum Tattoo + Illustration stark nach seinen Kunden, und zusätzlich startet er von Mai bis September einen zweiten 100 % Job mit Feriensperre. Entsprechend blieb für grössere Reisen nur der April.

 

Mit meiner Diagnose der Autoimmunkrankheit Colitis Ulcerosa im letzten Jahr kam noch ein weiterer Aspekt dazu. Reisen sind nicht mehr ganz so unkompliziert wie früher, insbesondere während sensibler Phasen. Seit Januar bin ich zwar aus der Schubphase, habe aber aktuell ein paar Auflagen die ich einhalten sollte: wie zum Beispiel keine langen Flüge und mindestens eine Woche Aufenthalt vor Ort.

Warum Mallorca

Unter diesen Bedingungen fiel die Wahl relativ schnell auf Mallorca. Gute Erreichbarkeit, verlässliche Infrastruktur, mildes Klima und ideale Möglichkeiten, um Bewegung und Erholung zu kombinieren – ohne grossen organisatorischen Aufwand. Wir haben uns in Port de Pollença ein Apartment innerhalb eines Sport-Hotelkomplexes gebucht, mit direktem Zugang zu allem, was wir brauchten – inklusive Bike-Miete vor Ort. Das Meer war nur wenige Gehminuten entfernt, was uns auch einige Open Water Swimming Einheiten im offenen Wasser ermöglicht hat.

Alltag vor Ort

Unsere Tage hatten eine einfache Struktur: Radfahren, laufen, schwimmen und dazwischen bewusst viel Ruhe. Die Trainingsumfänge waren deutlich moderater als in klassischen Trainingslagern, was sich rückblickend als passend herausgestellt hat. Zwei Tage mit schlechtem Wetter sowie eine kurze Erkältung bei Mike haben zusätzlich dafür gesorgt, dass wir das Tempo immer wieder bewusst herausgenommen haben.

Fazit

Die Zeit auf der Insel verlief nicht komplett symptomfrei, insgesamt aber stabil und gut kontrollierbar. Für uns ein wichtiger Schritt, um wieder Vertrauen ins Reisen zu bekommen. Gleichzeitig war es spannend zu sehen, wie sich diese Art von Ferien aktuell für uns anfühlt. Ein fixer Ort, ein schönes Setup, alles vorhanden – das hat gut funktioniert. Und trotzdem haben wir nach ein paar Tagen gemerkt, dass es nicht ganz „unsere“ Art zu reisen ist. Bei Kaffee mit Meerblick sind wir immer wieder auf das gleiche Thema zurückgekommen – und natürlich auch auf unsere Zeit auf Weltreise mit den Gravelbikes.

 

Für uns bleibt Bikepacking die Art, wie wir unsere freie Zeit am liebsten verbringen. Es ist anstrengender, weniger komfortabel und oft auch unplanbarer – aber genau dadurch erlebt man mehr und fühlt sich viel freier. Man ist näher dran, verzichtet bewusst auf gewisse Dinge und ist abends einfach zufrieden müde.

 

Diese Tage auf Mallorca waren wichtig, um vieles zu testen – vor allem im Hinblick auf das Reisen mit der aktuellen gesundheitlichen Situation. Gleichzeitig haben sie uns einmal mehr gezeigt, dass wir langfristig wohl wieder anders unterwegs sein möchten.

Mallorca war für uns in diesem Fall weder ein klassisches Trainingslager noch reine Ferien, sondern eine Mischung aus beidem – genau abgestimmt auf unsere aktuelle Situation. Wir sind dankbar für diese Tage und gespannt, wohin die nächste Reise führen wird.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mam (Montag, 27 April 2026 21:09)

    Schöni Föteli, schöni Reis händer gmacht , toll eu happy z gseh ��