Ein erster Wettkampf im neuen Jahr
Mit dem Aarauer Halbmarathon starteten wir in unseren ersten Running-Event des Jahres 2026. Nach einigen Wochen Training sollte der Lauf vor allem als Standortbestimmung dienen und uns wieder etwas Rennatmosphäre zurückbringen. Dass wir überhaupt wieder an einer Startlinie stehen, ist für uns keineswegs selbstverständlich. Eigentlich hätte bereits 2025 unser Wiedereinstieg ins Lauf- und Triathlontraining werden sollen.

Eine unerwartete Diagnose
Doch das Jahr 2025 entwickelte sich anders als geplant. Bereits zu Beginn des Jahres traten bei mir gesundheitliche Probleme auf, die sich über mehrere Monate hinzogen. In der Folge mussten wir mehrere geplante Wettkämpfe absagen.
Schliesslich folgte die Diagnose: eine Autoimmunerkrankung. Die Erkrankung ist nicht heilbar, lässt sich jedoch gut behandeln. Dennoch bedeutet sie eine einschneidende Veränderung im Alltag. Autoimmunerkrankungen verlaufen typischerweise in Schüben. Während eines solchen Schubs reagiert der Körper mit starken Entzündungen und plötzlich fühlt sich vieles anders an als gewohnt. Genau in einem solchen Schub befand ich mich zu diesem Zeitpunkt.
Im Sport hiess das zunächst, sofort einen Gang zurückzuschalten und dem Körper die nötige Ruhe zu geben, um möglichst rasch aus dem Schub herauszukommen. Gleichzeitig begann die medikamentöse Therapie, ergänzt durch Infusionen, und es galt zu beobachten, wie der Körper darauf reagiert. Neben den körperlichen Herausforderungen war auch die mentale Seite nicht zu unterschätzen. Eine chronische Erkrankung zu akzeptieren braucht Zeit. Schritt für Schritt ging es darum, den neuen Rahmen anzunehmen und langsam wieder einen Weg zurück in einen angepassten Trainingsalltag zu finden.
Langsamer Weg zurück ins Training
Gegen Ende des Sommers konnten wir das Training langsam wieder aufnehmen, da meine Entzündungswerte stetig sanken. In den letzten Wochen kam wieder etwas Struktur in unsere sportlichen Einheiten. Seit Ende Januar 2026 befinde ich mich nach rund einem Jahr im Schub offiziell in der sogenannten Remissionsphase.
Was bleibt, ist die tägliche medikamentöse Therapie und die Aufgabe zu akzeptieren, dass die Krankheit nun Teil meines Lebens ist. Der Körper bestimmt an manchen Tagen selbst, wie belastbar er ist – und die Sorge vor einem neuen Schub bleibt.
Der Aarauer Halbmarathon
Die Strecke erwies sich dabei als anspruchsvoller als gedacht. Rund 180 Höhenmeter sorgten dafür, dass der Lauf deutlich fordernder war als ein klassischer flacher Halbmarathon.
Während des Rennens fühlte ich mich grundsätzlich gut, doch gegen Ende meldete sich die Muskulatur mit Krämpfen, sodass ich das Tempo etwas reduzieren musste. Ein Zeichen dafür, dass der Körper nach der längeren Trainingspause noch Zeit braucht, um sich wieder vollständig an die Belastung zu gewöhnen.
Bei Mike hingegen lief das Rennen sehr erfreulich. Nach mehreren Jahren mit wiederkehrenden Knieproblemen startete er bewusst etwas zurückhaltend. Zu oft musste er in der Vergangenheit bei Wettkämpfen auf den letzten Kilometern vom Laufen ins Gehen wechseln, weshalb er verständlicherweise vorsichtig blieb. Umso schöner war es, dass es dieses Mal gut funktionierte: Mike konnte sein Tempo über die Distanz konstant halten und das Rennen ohne Beschwerden ins Ziel bringen.
Auch mit den Resultaten waren wir sehr zufrieden. Mike erreichte das Ziel nach 1:38:58 Stunden, ich nach 1:42:36 Stunden – ein Ergebnis, das für diesen ersten Testlauf der Saison und angesichts der hügeligen Strecke für uns beide sehr erfreulich war.
Ein erster Schritt zurück
Der Aarauer Halbmarathon war damit vor allem eines: ein erster Schritt zurück in den Rennmodus. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres ist allein das bereits ein Erfolg – und ein gutes Zeichen dafür, dass 2026 tatsächlich wieder eine sportliche Saison werden könnte.






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Mam (Montag, 09 März 2026 10:20)
Super Leischtig, Gratulation eu beidne :-)
Kuss Mam